Gottes Ruf folgen

Seit dem letzten Beitrag ist viel passiert in meinem Leben. Und manchmal fühlte es sich an, wie in einem falschen Film. Wenn ich meine aktuelle Situation anhand einer biblischen Geschichte beschreiben müsste, wäre es eine Kombination aus Samsons bewusst Werdens, dass Delila, seine grosse Liebe, ihn hintergangen hat und den Ruf von Gott an Lot, Sodom und Gomorra zu verlassen, bevor Gott dem Bösen in der Stadt ein Ende setzte. Auch ich will den Ruf Gottes folgen. Mir ist bewusst geworden, dass Gott nicht möchte, dass seine Kinder in einer Stadt Leben und mit Menschen verkehren, welche einen schlechten Einfluss auf Generationen haben könnten. Bei Lot entstand viel Leid, wegen falschen Entscheidungen. Auch ich muss alles loslassen und ganz auf Gottes Führung vertrauen – ohne zurückzublicken. Für Lot war der Schritt bestimmt sehr schmerzhaft und schwer, doch er sah auch die Hoffnung eines Neustarts auf ein heiliges gesegnetes Leben mit Gott. Die ganze Familie musste sich auf Gott verlassen, um sich nicht vom Bösen überzeugen zu lassen, doch in der Stadt zu bleiben – ja eine verführerische Stadt, die alles vermeintlich Gutes versprach, aber den Tod gebar. Wie bei der Schlage und dem Apfel, nicht wahr? Wie schmerzlich war es für Samson zu erkenne, dass Delila es nie gut mit ihm meinte. Delila gesandt, um Samson zu umgarnen, hintergehen und auszuliefern. Der Glaube an das Gute in Menschen war sein Verhängnis. Der Glaube, dass Liebe für jeden Menschen die gleiche Liebe bedeutet. Das Lernen, dass Menschen nicht immer Gutes im Sinne führen. Auch ich habe gelernt und auch erkannt, dass Gottes Rufe immer ernst zu nehmen und jegliche Form von Verlustängste, welche daraus entstehen, abzulegen sind. Ich war noch nie so abhängig von Gott, wie heute.  Ich war auch noch nie so schwach wie heute. In der Hoffnung, dass Gott aus meinen falschen Entscheidungen etwas Gutes macht, mich formt, heilt und aufbaut. Und dies wird er auch tun, davon bin ich überzeugt. Gott hat es geschafft, dass ich mich ganz von ihm abhängig mache, was mich erfreut, da ich weiss, dass mich dies im Glauben stärken wird – gestärkt auf den Weg mit Jesus – zum versprochenen Frieden und Ruhe hin.