Auf den Spuren von Judas Thomas

Eine Urschrift des koptisch verfassten Thomas-Evangeliums wurde in Nag Hammadi gefunden. Zwar wusste die Wissenschaft durch Erwähnungen in anderen alten Schriften aus jener Zeit (so: Papyri aus Oxyrhynchos/ Ägypten) schon vorher, dass ein gnostisches Evangelium von diesem Verfasser existierte, aber eine Abschrift hatte bis dahin nicht vorgelegen. Dann wurde das komplette Evangelium im zweiten Codex von Nag Hammadi entdeckt und durch seine Erstveröffentlichung im Jahre 1956 allgemein zugänglich gemacht. So erkannte man dann auch, dass schon seit ca. 50 Jahren Teile dieses Evangeliums aus Zitaten in anderen Werken vorgelegen hatten, ohne dass die Ur-Quelle bekannt gewesen war. Und gleichzeitig wusste man nun auch, dass es sich um eine sehr alte Schrift handelte, denn obwohl die Rollen des Nag-Hammadi-Fundes aus der Zeit zwischen 350 und 400 n. Chr. entstanden waren, existierten die Oxyrhynchos-Papyri schon im 2. Jahrhundert n.Ch.

„Wer die Auslegung dieser Worte findet, wird den Tod nicht kosten“ – Der 1.Spruch gibt uns einen Hinweis darauf, was für eine Art Evangelium hier vorliegt. Die Sprüche Jesus offenbaren die WAHRHEIT DES VATERS, und doch ist diese WAHRHEIT, die das Evangelium zu vermitteln hat, nicht jedermann zugänglich. Nur der, der es versteht, in das tiefere Verständnis der Schrift einzudringen, wird wirklich VERSTEHEN. Wer Ohren hat, soll hören!

Hier ein paar Zitate aus dem Thomas Evangelium:

Jesus sagte: „Wenn ihr den seht, der nicht von einer Frau geboren ist, werft euch auf euer Antlitz nieder, betet ihn an. Jener ist euer Vater.“ Notiz: Frau = Erde / Vater = Himme und Licht

Jesus sagte: „Vielleicht denken die Menschen, daß ich gekommen bin, um Frieden auf die Welt zu werfen, und sie wissen nicht, daß ich gekommen bin, um Spaltungen auf die Erde zu werfen, Feuer, Schwert, Krieg. Es werden nämlich fünf in einem Hause sein. Drei werden gegen zwei und zwei gegen drei sein, der Vater gegen den Sohn und der Sohn gegen den Vater. Und sie werden als Einzelne dastehen.“ Notiz: 233 = Baum des Lebens

Die Schüler sagten zu Jesus: „Wir wissen, daß du von uns gehen wirst. Wer ist es, der (dann) über uns groß sein wird?“ Jesus sagte zu ihnen: „An dem Ort, an den ihr gekommen seid, werdet ihr zu Jakobus, dem Gerechten gehen, dessentwegen der Himmel und die Erde entstanden sind.“

Die Schüler sagten zu Jesus: „Sag uns — das Königreich der Himmel, wem gleicht es?“ Er sagte zu ihnen: „Es gleicht einem Senfkorn. Es ist kleiner als alle Samen. Wenn es aber auf die Erde fällt, die man bearbeitet, treibt es einen großen Sproß und wird den Vögeln des Himmels zum Schutz sein.“

Jesus sagte: „Wer den Vater lästern wird, dem wird man vergeben; wer den Sohn lästern wird, dem wird man vergeben; wer aber den Heiligen Geist lästern wird, dem wird man nicht vergeben, weder auf der Erde noch im Himmel.“

Seine Schüler sagten zu ihm: „Wer bist du, der du uns dies sagst?“ Jesus: „Durch das, was ich euch sage, versteht ihr nicht, wer ich bin. Vielmehr seid ihr aber den Juden gleich geworden, denn sie lieben den Baum, sie hassen seine Frucht, oder sie lieben die Frucht, sie hassen den Baum.“

Jesus sagte: „Wer den Vater lästern wird, dem wird man vergeben; wer den Sohn lästern wird, dem wird man vergeben; wer aber den Heiligen Geist lästern wird, dem wird man nicht vergeben, weder auf der Erde noch im Himmel.“

Jesus sah kleine Kinder, die gesäugt wurden. Er sagte zu seinen Schülern: „Diese kleinen Kinder, die gesäugt werden, gleichen denen, die in das Königreich eingehen.“ Sie sagten zu ihm: „Werden wir, indem wir klein sind, in das Königreich eingehen?“ Jesus sagte zu ihnen: „Wenn ihr die Zwei (zu) Einem macht und wenn ihr das Innere wie das Äußere macht und das Äußere wie das Innere und das Obere wie das Untere und wenn ihr das Männliche und das Weibliche zu einem einzigen macht, damit das Männliche nicht männlich ist, das Weibliche (nicht) weiblich ist, wenn ihr Augen macht statt eines Auges und eine Hand statt einer Hand und einen Fuß statt eines Fußes, ein Bild statt eines Bildes, dann werdet ihr [in das Königreich] eingehen.“

Resultat meiner Studien:

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Spirituelles

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